Der Einbruchschutz von Fenstern ist ein wichtiger Aspekt, um sich in seinen eigenen vier Wänden wohlzufühlen. Falls deine Fenster jedoch über keine optimale Einbruchhemmung verfügen, solltest du über eine Modernisierung nachdenken. Denn die Zahl der Einbrüche in Ein- und Mehrfamilienhäusern steigt in Deutschland stetig an.
Die Einbruchsicherung und Verriegelung moderner Fenster sind aktuell auf einem ganz anderen Stand als noch vor einiger Zeit. Erfahren bei uns, wie du dich vor räuberischen Übergriffen schützen und die Schwachstellen deines Hauses erkennen und beseitigen kannst. Sichere dein Heim effektiv vor Einbrüchen mit spezifischen einbruchhemmenden Fenstern.
Wodurch zeichnen sich einbruchhemmende Fenster aus?

Um einem Einbruchversuch standzuhalten, bieten renommierte Hersteller Fenster an, die sich durch vier einbruchhemmende Bestandteile auszeichnen.
Sicherheitsbeschläge:
Bei Sicherheitsbeschlägen handelt es sich um allseitige Beschläge mit einer Pilzkopfverriegelung und Sicherheitsschließblechen am Fensterrahmen. Zudem können auch wirksame Eckverriegelungen integriert werden. Sicherheitsbeschläge bewirken einen hohen Aushebelschutz bei Fenstern und tragen enorm zur Einbruchsicherung bei.
Sicherheitsgriffe:
Ein abschließbarer Fenstergriff schützt vor bestimmten Einbruchsmethoden. Durch einen Sicherheitsgriff kann ein Öffnen des Fensters bei zerstörtem Glas verhindern werden, da der Einbrecher das Fenster nicht per Durchgreifen öffnen kann. Somit sind abschließbare Fenstergriffe eine sinnvolle Ergänzung für den Einbruchschutz bei Fenstern.

Was besagen die Widerstandsklassen RC 2 und RC 3 bei Fenstern?
Es ist zwar schön, wenn Räume von reichlich Tageslicht durchflutet werden, jedoch dürfen die Sicherheitsaspekte deiner Fenster nicht vernachlässigt werden. Es empfiehlt sich nur Fenster einzubauen, deren einbruchhemmende Eigenschaften nach DIN EN 1627 geprüft und zertifiziert sind. Diese Norm definiert die Widerstandsklassen, auch Resistance Classes (RC) genannt, und deren Anforderungen an einbruchhemmende Fenster. Für den privaten Zweck empfiehlt die Kriminalpolizei Fenster, die mindestens die Widerstandsklasse RC 2 oder RC 3 besitzen.
RC 2
Fenster mit der Einbruchschutzklasse RC 2 müssen den Einbruchsversuchen eines Gelegenheitstäters mit einfachem Werkzeug mindestens drei Minuten standhalten. Zudem ist ab RC 2 eine einbruchhemmende Verglasung vorgeschrieben. Das Sicherheitsglas vereint die Materialien Glas und durchsichtige Kunststoffe miteinander, um mehr Festigkeit zu erzeugen.
RC 3
Wenn ein Fenster mit der höheren Widerstandsklasse RC 3 ausgezeichnet wird, muss es einem Einbruchsversuch mindestens fünf Minuten standhalten. Hierbei muss das Fenster keinen Gelegenheitstäter, sondern einen methodisch vorgehenden Einbrecher abwehren, der mit einem Schraubendreher und Kuhfuß arbeitet.

RC3 Standhalten eines Einbruchsversuches eines methodisch vorgehenden Täters mit komplexeren Werkzeug )
Überblick
| Widerstandsklasse | Ausstattung |
|---|---|
| RC 2 und RC 3 | Verriegelungspunkte müssen mit Stahlschließblechen und Pilzkopfverriegelung ausgestattet sein |
| RC 2 und RC 3 | Sicherheitskipplager aus Stahl |
| RC 2 und RC 3 | Zuschlagsicherung und Drehhemmung |
| RC 2 und RC 3 | Anbohrschutz |
| RC 2 und RC 3 | Abschließbarer Fenstergriff |
| RC 2 | Sicherheitsisolierglas P4A |
| RC 3 | Sicherheitsisolierglas P5A |
Kann ich meine Fenster auch nachträglich gegen Einbrüche sichern?
Wenn du in einem älteren Haus lebst, musst du nicht unbedingt alle Fenster austauschen, um einen vernünftigen Einbruchschutz zu schaffen. Viele Hersteller bieten nämlich effiziente Sicherheitstechniken zum Nachrüsten von Fenstern an. In der Regel ist es möglich mithilfe von Zusatzkastenschlössern, Fensterstangenschlössern und Bändersicherungen den Einbruchschutz nachträglich zu verbessern.

Sogar heruntergelassene Rollläden schützen nachweisbar vor Übeltätern, weil sie einen zusätzlichen Aufwand beim Einbrechen bedeuten. Und Rollläden kannst du jederzeit nachträglich anbringen lassen. Auch Überwachungskameras und Alarmanlagen besitzen eine abschreckende Wirkung auf Einbrecher und können ideal nachgerüstet werden.
Wie kann ich den Einbruchschutz meiner Kellerfenster erhöhen?
Da Kellerfenster meist schwer einsehbar und selten adäquat gesichert sind, steigen Diebe dort gerne ein. Vom Keller aus kann der Täter ins gesamte Haus gelangen. Doch nicht nur Kellerfenster, sondern auch Lichtschächte und Kellertüren bleiben von ihnen nicht verschont. Daher solltest du in eine Modernisierung deiner Sicherheitstechnik investieren.
Wenn es sich bei deinen Kellerfenstern um Standardfenster handelt, sollten diese ebenso wie andere Erdgeschossfenster gemäß der Widerstandsklassen RC 2 bzw. RC 3 ausgestattet werden. Zusätzlich kannst du deine Kellerfenster und Schächte mit solide verankerten Gittern sichern. Fenstergitter sorgen für einen sehr guten Einbruchschutz, da sie nur mit viel Lärm und einem hohen Zeitaufwand durchgesägt werden können. Hier empfiehlt sich ebenfalls der Einbau von geprüften einbruchhemmenden Gittern nach DIN EN 1627.
Vor allem für häufig gekippte Fenster lohnt sich eine Anschaffung von Gitterelementen. Das Fenstergitter sollte sich nicht nur durch Stabilität auszeichnen, sondern auch fachgerecht befestigt werden.